Die Grand Slam-Turniere in Melbourne und Paris

Die vier Tennisturniere in Melbourne, Paris, Wimbledon und New York sind die prestigeträchtigsten und bestdotierten Tennisturniere im Tenniszirkus. Hier wollen wir Ihnen diese genauer vorstellen.

Einen echten Grand Slam zu gewinnen, also alle vier Turniere innerhalb eines Kalenderjahres, gelang bisher nur ganz wenigen Tennisspielern. Steffi Graf 1988 gelang dies als Einzige bei den Damen und Rod Laver sogar zweimal in der jüngeren Vergangenheit.

Australien Open in Melbourne

Es ist das erste der vier Grand-Slam-Turniere und findet seit 1987 alljährlich im Januar in der australischen Metropole Melbourne statt. Gespielt wird auf Hartplatz im Melbourne Park, dessen größtes Stadion, die Rod Laver Arena, 14.800 Besuchern Platz bietet. Für Australien ist es das wichtigste regelmäßig stattfindende Sportereignis. Während des zweiwöchigen Turniers besuchen über 600.000 Zuschauer die Spiele und die TV-Einschaltquoten bei den Finalspielen liegen bei sechzig bis siebzig Prozent.

Rekordsieger im Herren-Einzel ist der Serbe Novak Đoković mit sieben Titeln, vor dem Schweizer Roger Federer mit sechs Siegen. Bei den Damen wird die Rangliste der Australien Open-Ära von Serena Williams (USA) mit sieben Erfolgen angeführt, vor Steffi Graf (Deutschland) und Monica Seles (Jugoslawien/USA) mit je vier Erfolgen.

French Open – Paris

Das zweite Turnier der Grand-Slam-Serie findet jährlich von Mitte Mai bis Anfang Juni in der französischen Hauptstadt statt. Gespielt wird auf Sandplatz, der das Spiel, im Vergleich zu einem Hartplatz, erheblich langsamer macht, wodurch die einzelnen Matches auch länger dauern. Austragungsort ist das Stade Roland Garros und es wird im Freien gespielt. Der Center Court hat dabei ein Fassungsvermögen von circa 15.000 Besuchern.

Rekordsieger dieses Turnieres sind im Herren-Einzel der Spanier Rafael Nadal mit gleich elf Siegen (davon neunmal in den Jahren 2005 bis 2014), vor dem legendären Björn Borg aus Schweden mit sechs Siegen. Im Damen-Einzel führt nach wie vor Chris Evert aus den USA mit sieben Titeln, vor der deutschen Steffi Graf mit sechs Erfolgen.